Wer einmal die kurvigen Straßen Gran Canarias befahren hat, versteht sofort, warum diese Insel als Miniaturkontinent bezeichnet wird. Es ist faszinierend, wie sich die Landschaft innerhalb weniger Kilometer von goldenen Dünenmeeren in saftig grüne Kiefernwälder oder schroffe Gebirgszüge verwandelt. In diesem Artikel nehme ich Sie mit auf eine Entdeckungsreise zu den spektakulärsten Winkeln der Insel, die weit über das klassische Sonnenbaden hinausgehen. Gran Canaria bietet eine beeindruckende Vielfalt an klimatischen Zonen und kulturellen Schätzen , die darauf warten, von Ihnen erkundet zu werden. Bereiten Sie sich auf eine Mischung aus moderner Stadtkultur, archäologischen Wundern und unberührter Natur vor.
Haben Sie sich schon gefragt, welches Bergdorf offiziell zu den schönsten Spaniens zählt oder wo Sie den besten Blick über das Wolkenmeer erhaschen können ? Vielleicht interessiert es Sie auch, warum ein riesiger Krater im Nordosten der Insel als geologisches Archiv gilt oder wo sich das kleine Venedig des Südens versteckt. In den folgenden Abschnitten finden Sie detaillierte Antworten auf all diese Fragen und noch viele weitere Tipps für Ihren unvergesslichen Aufenthalt auf der Insel. Tauchen wir gemeinsam in die magische Vielfalt Gran Canarias ein.
Das Wichtigste in Kürze
- kontrastreiche Landschaften erleben : vom lebendigen Treiben in der historischen Altstadt Vegueta bis hin zur stille und Erhabenheit der imposanten Dünen von Maspalomas im sonnigen Süden.
- kulturelles und natürliches Erbe entdecken : die Insel beeindruckt durch mystische Orte wie den heiligen Roque Nublo und archäologische Highlights wie das Getreidesilo Cenobio de Valerón.
- versteckte Perlen fernab der Massen : kleine Bergdörfer wie Tejeda und geheimnisvolle Canyons wie der Barranco de las Vacas zeigen die unberührte Schönheit des kanarischen Archipels.
Bereit für ein Abenteuer auf einem Kontinent im Westentaschenformat ? Gran Canaria ist weit mehr als nur Sonne und Strand. Diese Insel steckt voller Überraschungen, von geschäftigen Städten über wüstenähnliche Dünen bis hin zu mystischen Bergen und versteckten Kulturschätzen. Ich nehme Sie mit auf eine Reise zu den besten Gran Canaria Sehenswürdigkeiten und verrate Ihnen meine persönlichen Highlights. Schnallen Sie sich an, denn wir starten jetzt !
Die vibrierende Hauptstadt Las Palmas de Gran Canaria
Vegueta und die historische Altstadt
Stellen Sie sich vor, Sie schlendern durch Gassen, in denen schon Christoph Kolumbus wandelte. Genau das erleben Sie in Vegueta, dem ältesten Stadtteil von Las Palmas de Gran Canaria. Dieses historische Herz der Inselhauptstadt versetzt Sie mit seinen kopfsteingepflasterten Straßen, den bunten Kolonialhäusern und den idyllischen Plätzen sofort in eine andere Zeit. Man spürt förmlich die jahrhundertealte Geschichte, die diese Mauern atmen. Für mich ist es der perfekte Ort, um einen Tag zu beginnen und das authentische Gran Canaria zu entdecken.
Das Zentrum des Viertels bildet zweifellos die beeindruckende Kathedrale Santa Ana. Ihre beiden Türme prägen die Skyline von Vegueta und ein Aufstieg lohnt sich ungemein : von oben genießen Sie einen spektakulären Panoramablick über die ganze Stadt bis hin zum Hafen. Direkt gegenüber befindet sich die Plaza de Santa Ana, die von den berühmten Hundestatuen bewacht wird. Ein paar Schritte weiter lockt die Casa de Colón, ein Museum, das der Reise des berühmten Entdeckers über die Kanarischen Inseln gewidmet ist. Die Architektur allein ist schon einen Besuch wert !
Nehmen Sie sich Zeit, einfach umherzuwandern und die Atmosphäre aufzusaugen. Abseits der Hauptplätze entdecken Sie charmante Innenhöfe, kleine Kunsthandwerksläden und traditionelle Tapas-Bars, in denen man das bunte Treiben beobachten kann. Die Mischung aus kanarischer, spanischer und lateinamerikanischer Kultur ist hier besonders spürbar. Vegueta ist nicht nur ein Museum unter freiem Himmel, sondern ein lebendiger Teil von Las Palmas, der die Seele der Kanarischen Inseln widerspiegelt.
Playa de las Canteras : der goldene Stadtstrand
Was macht eine Stadt zur perfekten Urlaubsdestination ? Eine pulsierende Kultur, gutes Essen und vielleicht… ein kilometerlanger Sandstrand direkt vor der Haustür ? Las Palmas hat all das zu bieten ! Die Playa de las Canteras ist die urbane Oase der Inselhauptstadt und ohne Frage einer der schönsten Stadtstrände Europas. Auf über drei Kilometern erstreckt sich der goldene Sand entlang einer belebten Promenade, die zum Flanieren, Radfahren und Genießen einlädt.
Das Besondere an diesem Strand ist «La Barra», ein natürliches Felsriff, das parallel zur Küste verläuft und einen Großteil des Strandes vor hohen Wellen schützt. Dadurch entsteht eine riesige, lagunenartige Badezone mit ruhigem, kristallklarem Wasser, ideal für Familien und Schwimmer. Am südlichen Ende, bei La Cicer, wo das Riff endet, schlagen die Wellen des Atlantiks ungehindert auf den Strand. Hier trifft sich die Surferszene von Las Palmas, um die perfekten Bedingungen auszunutzen. Dieser Kontrast macht den Charme der Playa de las Canteras aus.
Doch der Strand ist mehr als nur ein Ort zum Sonnenbaden. Entlang der Promenade finden Sie unzählige Cafés, Restaurants und Bars für jeden Geschmack. Hier können Sie frischen Fisch mit Blick aufs Meer genießen oder bei einem Cocktail den Sonnenuntergang beobachten. Anders als im touristischen Süden mischen sich hier Einheimische und Besucher. Wenn Sie also dem Trubel von Vegueta für eine Weile entfliehen wollen, sind Sie hier genau richtig. So vielseitig wie die Insel selbst, die oft als Miniaturkontinent beschrieben wird, zeigt sich auch ihr Hauptstrand.
Poema del Mar : eine Reise durch die Ozeane
Direkt am Hafen von Las Palmas, nur einen kurzen Spaziergang von der Playa de las Canteras entfernt, wartet eine Welt unter der Wasseroberfläche auf Sie. Das Aquarium Poema del Mar ist eine Hommage an die biologische Vielfalt der Ozeane und eine der neueren und spektakulärsten Attraktionen der Inselhauptstadt. Schon von außen beeindruckt das moderne Gebäude, doch das wahre Schauspiel beginnt im Inneren. Hier begeben Sie sich auf eine Reise durch verschiedene marine Ökosysteme.
Die Ausstellung teilt sich in drei große Bereiche : Dschungel, Riff und Tiefsee. Sie starten Ihre Tour inmitten einer Nachbildung tropischer Landschaften, bevor Sie in die farbenfrohe Welt der Korallenriffe abtauchen. Doch das absolute Highlight erwartet Sie am Ende : Deep Sea, der Bereich, der den tiefen Ozean thematisiert und über das größte gebogene Panoramasichtfenster der Welt verfügt. Vor dieser riesigen Scheibe zu stehen und majestätischen Haien, Rochen und hunderten anderen Fischen zuzusehen, ist ein unvergessliches und fast meditatives Erlebnis. Das Poema del Mar hat sich schnell zu einer der Top-Sehenswürdigkeiten auf den Kanarischen Inseln entwickelt.
Meiner Meinung nach ist das Aquarium nicht nur bei schlechtem Wetter eine fantastische Alternative zum Strand. Die liebevolle Gestaltung und die beeindruckende Vielfalt an Meereslebewesen machen den Besuch zu einem lehrreichen und faszinierenden Erlebnis für alle Altersgruppen. Es ist eine wunderbare Ergänzung zum kulturellen Angebot von Vegueta und zeigt eine andere, ebenso faszinierende Seite von Las Palmas. Ein Besuch im Poema del Mar rundet einen Aufenthalt in der Stadt perfekt ab.
Naturphänomene und beeindruckende Aussichten
Dunas de Maspalomas : das sandige Wahrzeichen
Stellen Sie sich vor, Sie stehen inmitten einer riesigen Wüste aus goldenem Sand, während nur wenige Meter entfernt der Atlantik rauscht. Willkommen in den Dünen von Maspalomas ! Dieses spektakuläre Naturschutzgebiet im Süden von Gran Canaria ist das wohl bekannteste Wahrzeichen der Insel. Auf einer Fläche von rund 400 Hektar erstreckt sich eine einzigartige Mondlandschaft aus Sand, die sich durch den stetigen Wind immer wieder neu formt. Ein Spaziergang durch dieses Meer aus Sand ist ein absolutes Muss.
Am besten erkunden Sie die Dünen am frühen Morgen oder späten Nachmittag, wenn das Licht weich ist und die Temperaturen angenehmer sind. Die Schatten der hohen Sandberge erzeugen dann atemberaubende Kontraste, perfekt für unvergessliche Fotos. Am westlichen Ende der Dünen thront der Faro de Maspalomas, ein historischer Leuchtturm aus dem 19. Jahrhundert. Er markiert den Beginn einer belebten Promenade mit zahlreichen Geschäften und Restaurants und dient als perfekter Ausgangspunkt für eine Wanderung in die Sandlandschaft.
Die Dunas de Maspalomas sind mehr als nur eine Touristenattraktion ; sie sind ein sensibles Ökosystem, das eine erstaunliche Vielfalt an Flora und Fauna beherbergt. Es gibt markierte Wege, die durch das Gebiet führen, um die Natur zu schützen. Nehmen Sie sich die Zeit, die Stille und Weite dieses magischen Ortes auf sich wirken zu lassen. Es fühlt sich wirklich an, als hätte man für einen Moment die Zivilisation hinter sich gelassen – und das alles nur einen Steinwurf vom lebhaften Ferienort Maspalomas entfernt.
Pico de las Nieves : blicken Sie über die Wolken
Weg vom Strand und hinauf in die Wolken ! Der Pico de las Nieves ist mit 1.949 Metern der höchste Punkt auf Gran Canaria und bietet an klaren Tagen eine Aussicht, die Ihnen den Atem rauben wird. Von der Aussichtsplattform auf dem Gipfel blicken Sie über die zerklüftete Bergwelt der Insel, ein Meer aus Wolken zu Ihren Füßen und bei guter Sicht sogar bis zum Teide auf der Nachbarinsel Teneriffa. Die Fahrt hinauf durch die kurvenreichen Bergstraßen ist bereits ein Erlebnis für sich.
Die Insel wird oft als Miniaturkontinent bezeichnet, und hier oben verstehen Sie sofort, warum. Die Landschaft verändert sich dramatisch von den trockenen Küstenregionen zu den duftenden Kiefernwäldern und der rauen Berglandschaft im Zentrum. Vom Gipfel aus sehen Sie auch andere markante Felsformationen wie den Roque Bentayga und den berühmten Roque Nublo. Es ist ein Panorama, das die geologische Vielfalt und die wilde Schönheit von Gran Canaria perfekt zusammenfasst.
Ein Besuch des Pico de las Nieves ist zu jeder Tageszeit beeindruckend, aber besonders magisch ist die Stimmung zum Sonnenauf- oder Sonnenuntergang. Wenn die Sonne den Himmel in warme Farben taucht und das Wolkenmeer unter Ihnen zu leuchten beginnt, erleben Sie einen Moment purer Magie. Es ist der perfekte Beweis dafür, dass die wahren Schätze der Kanarischen Inseln oft abseits der bekannten Pfade im Landesinneren zu finden sind. Packen Sie eine Jacke ein, denn hier oben kann es auch im Sommer kühl werden !
Bandama-Krater : ein Abstieg in die Erdgeschichte
Haben Sie sich jemals gefragt, wie das Innere eines Vulkans aussieht ? Auf Gran Canaria können Sie das hautnah erleben ! Der Bandama-Krater ist ein beeindruckendes Zeugnis der vulkanischen Vergangenheit der Insel. Dieser riesige Explosionskrater, die Caldera de Bandama, hat einen Durchmesser von etwa einem Kilometer und ist rund 200 Meter tief. Vom benachbarten Gipfel, dem Pico de Bandama, haben Sie eine fantastische Aussicht in den Krater und über den Nordosten der Insel.
Für Abenteuerlustige gibt es einen Wanderweg, der hinab auf den Grund des Kraters führt. Der Abstieg dauert etwa 30 Minuten und ist teilweise etwas steil, aber absolut lohnenswert. Unten angekommen, finden Sie sich in einer überraschend grünen Oase wieder. Sie wandern vorbei an Palmen, Orangen- und Feigenbäumen und können sogar die Ruinen einer alten Finca entdecken. Es ist eine ganz eigene Welt, abgeschirmt vom Rest der Insel, die fast wie eine kleine Mondlandschaft wirkt. Anders als das bekannte Wahrzeichen der Insel im Süden, die Dünen um den Faro de Maspalomas, ist dieser Ort ein grünes, geologisches Wunder.
Der Bandama-Krater ist ein fantastischer Halbtagesausflug, der sich perfekt mit einem Besuch der nahegelegenen Weinanbaugebiete kombinieren lässt. Es ist ein Ort, der die gewaltige Kraft der Natur spürbar macht und einen spannenden Kontrast zu den belebten Küstenorten wie Maspalomas bietet. Ob Sie nur die Aussicht vom Gipfel genießen oder den Abstieg wagen : dieser Ort gibt einen tiefen Einblick in die Entstehungsgeschichte von Gran Canaria. Ein wirklich beeindruckendes Stück Erdgeschichte !
Das mystische Landesinnere der Insel
Roque Nublo : der heilige Wolkenfels
Im Herzen von Gran Canaria erhebt sich ein Felsmonolith, der wie ein Finger in den Himmel zeigt : der Roque Nublo. Dieser „Wolkenfels“ ist eines der bekanntesten Naturdenkmäler der Kanarischen Inseln und ein Ort von großer spiritueller Bedeutung. Für die Ureinwohner der Insel war dieser Fels ein heiliger Ort der Verehrung, und wenn man dort oben steht, versteht man warum. Die Atmosphäre ist einfach magisch.
Der Weg zum Roque Nublo ist eine leichte und sehr lohnenswerte Wanderung von etwa 1,5 Kilometern. Vom Parkplatz aus führt ein gut ausgebauter Pfad durch eine karge, aber faszinierende Landschaft. Am Ziel angekommen, stehen Sie auf einem riesigen Felsplateau, von dem aus sich der 80 Meter hohe Basaltfelsen majestätisch erhebt. Die Aussicht von hier ist einfach phänomenal ; Sie blicken über die zentrale Bergkette bis hin zum benachbarten Roque Bentayga und den Dächern des Bergdorfes Tejeda.
Besonders beeindruckend ist der Besuch am späten Nachmittag. Wenn die Sonne tiefer sinkt, wirft der Fels lange Schatten und taucht die gesamte Landschaft in ein warmes, goldenes Licht. Es ist ein Ort der Stille und Erhabenheit, der zum Innehalten einlädt. Der Roque Nublo verkörpert die wilde, ungezähmte Seele des Inselinneren und sollte auf keiner Reise fehlen. Für mich ist es ein absolutes Highlight, das man erlebt haben muss, ebenso wie ein Besuch im malerischen Artenara, dem höchstgelegenen Dorf der Insel.
Tejeda : eines der schönsten Bergdörfer Spaniens
Eingebettet in die spektakuläre Kraterlandschaft im Zentrum von Gran Canaria liegt das Dorf Tejeda. Es wurde offiziell in die Liste der «schönsten Dörfer Spaniens» aufgenommen, und das aus gutem Grund ! Die strahlend weißen Häuser mit ihren roten Ziegeldächern schmiegen sich an die steilen Hänge und bieten einen atemberaubenden Kontrast zur schroffen Bergumgebung. Der Blick von hier auf den heiligen Roque Nublo ist einfach unbezahlbar.
Ein Spaziergang durch die engen, gepflegten Gassen von Tejeda ist wie eine Reise in eine ruhigere, authentischere Zeit. Überall finden Sie kleine Geschäfte, die lokale Produkte verkaufen, insbesondere alles rund um die Mandel. Die Region ist berühmt für ihren Mandelanbau, und zur Mandelblüte im Januar und Februar verwandelt sich die gesamte Landschaft in ein rosa-weißes Blütenmeer. Dann müssen Sie unbedingt die lokalen Süßigkeiten wie Bienmesabe oder Marzipan probieren !
Tejeda ist der ideale Ausgangspunkt für Wanderungen in die Umgebung. Von hier aus können Sie Touren zum Roque Bentayga oder in Richtung der Nachbargemeinden wie Artenara oder San Bartolomé de Tirajana starten. Aber auch das Dorf selbst lädt zum Verweilen ein. Setzen Sie sich in eines der Cafés, genießen Sie die unglaubliche Aussicht und lassen Sie die Seele baumeln. Nach einem Besuch in Orten wie Fataga oder den Küstenregionen werden Sie hier eine völlig andere, aber ebenso faszinierende Seite Gran Canarias kennenlernen. Tejeda ist für mich der Inbegriff eines idyllischen Bergdorfes.
Risco Caído : das kulturelle Erbe der Menschheit
Tief verborgen in den zerklüfteten Bergen oberhalb von Artenara liegt ein wahrer Schatz, der erst vor wenigen Jahren seine gebührende Anerkennung fand : die Kulturlandschaft Risco Caído und die heiligen Berge von Gran Canaria. Dieses Gebiet wurde 2019 zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärt und gibt uns einen faszinierenden Einblick in die Welt der Ureinwohner der Insel.
Das Herzstück dieser Stätte ist eine Reihe von Höhlenwohnungen und Kultstätten, die von den Canarios vor der spanischen Eroberung in den Fels gehauen wurden. Die berühmteste Höhle, der eigentliche Risco Caído, ist ein Meisterwerk der prä-hispanischen Astronomie. Durch eine Öffnung in der Decke fällt das Licht der Sonne und des Mondes auf eingravierte Felsbilder und markiert so präzise die Sonnenwenden und Tagundnachtgleichen. Es handelt sich also um einen Tempel und einen Kalender in einem – ein unglaubliches Zeugnis des Wissens der Ureinwohner.
Ein Besuch der Originalhöhlen ist zum Schutz der Stätte nur sehr eingeschränkt möglich. Aber keine Sorge ! Im Interpretationszentrum in Artenara können Sie eine exakte Nachbildung der Höhle und eine beeindruckende audiovisuelle Show erleben. Man erfährt dort alles über die Bedeutung der Kulturlandschaft Risco Caído und das Leben der Menschen, die einst diese beeindruckenden Berge rund um Tejeda und den Roque Nublo ihre Heimat nannten. Es ist ein Ort, der Demut lehrt und die tiefe Verbindung zwischen Mensch und Natur aufzeigt.
Kulturelle Schätze und historische Gran Canaria Sehenswürdigkeiten
Cueva Pintada : die bunte Höhle der Ureinwohner
Im Norden von Gran Canaria, in der Stadt Gáldar, verbirgt sich einer der wichtigsten archäologischen Schätze der Kanarischen Inseln : die Cueva Pintada, die „bemalte Höhle“. Diese Höhle wurde erst im 19. Jahrhundert wiederentdeckt und ist berühmt für ihre einzigartigen Wandmalereien. Die geometrischen Muster in Rot-, Schwarz- und Weißtönen sind ein seltenes und beeindruckendes Beispiel für die Kunst der Ureinwohner der Insel.
Doch der Besuch der Cueva Pintada ist weit mehr als nur ein Blick in eine Höhle. Um sie herum wurde ein moderner Museumskomplex errichtet, der Sie auf eine faszinierende Zeitreise mitnimmt. Nach einer eindrucksvollen 3D-Animation, die das Leben vor der Ankunft der Spanier zeigt, führt ein Steg über die freigelegten Überreste eines ganzen Ureinwohner-Dorfes. Sie sehen die Fundamente von Häusern und können sich vorstellen, wie das Leben hier einst aussah. Am Ende des Rundgangs erreichen Sie dann die klimatisierte Kammer, in der die originalen Malereien geschützt werden.
Der Besuch ist unglaublich gut gemacht und gibt einen tiefen Einblick in die Kultur der Canarios. Es ist erstaunlich zu sehen, wie organisiert und entwickelt diese Gesellschaft war. Die Cueva Pintada in Gáldar ist ein absolutes Muss für alle, die sich für die Geschichte von Gran Canaria interessieren, und zeigt eindrucksvoll, dass das Erbe der Ureinwohner auf der gesamten Insel noch lebendig ist.
Cenobio de Valerón : das gigantische Getreidesilo
Stellen Sie sich eine riesige Felswand vor, die von hunderten kleinen Höhlen durchlöchert ist, fast wie ein Bienenstock. Das ist der Anblick, der Sie beim Cenobio de Valerón erwartet, einer der spektakulärsten archäologischen Stätten im Norden der Insel. Lange Zeit hielt man es für ein Kloster, daher der Name „Cenobio“. Heute wissen wir jedoch, dass es sich um einen gigantischen Getreidespeicher der Ureinwohner handelte.
In über 300 Kammern, die mühsam aus dem weichen Tuffstein gehauen wurden, lagerte die Gemeinschaft ihre Ernte, hauptsächlich Gerste. Die Lage an einer steilen, schwer zugänglichen Felswand schützte die wertvollen Vorräte vor Piraten und feindlichen Überfällen. Ein ausgeklügeltes System aus Holzplattformen und Seilen ermöglichte den Zugang zu den Silos. Es ist ein monumentales Zeugnis für die organisatorischen Fähigkeiten und die Weitsicht der prä-hispanischen Gesellschaft.
Ein gut ausgebauter Rundweg mit Treppen und Plattformen führt Sie heute durch die Anlage. Sie können in einige der Höhlen hineinschauen und die schiere Größe dieses kollektiven Speichers auf sich wirken lassen. Der Cenobio de Valerón liegt strategisch günstig in der Nähe von Gáldar und der Cueva Pintada und lässt sich perfekt zu einem Tagesausflug kombinieren, vielleicht sogar mit einem Abstecher nach Arucas. Es ist beeindruckend zu sehen, welche architektonischen Meisterleistungen die Ureinwohner ohne moderne Werkzeuge vollbracht haben.
Teror und die Basilika Nuestra Señora del Pino
Willkommen in Teror, dem wohl schönsten und traditionellsten Ort auf Gran Canaria ! Sobald Sie die Altstadt von Teror betreten, fühlen Sie sich wie in einer anderen Welt. Berühmt ist der Ort für seine wunderschönen kanarischen Häuser mit ihren kunstvoll geschnitzten Holzbalkonen, die die gepflasterten Straßen säumen. Jeder Balkon ist ein Unikat und ein echtes Kunstwerk. Ein Spaziergang hier ist ein Fest für die Augen.
Das Herzstück des Ortes ist die Plaza del Pino mit der beeindruckenden Basilika. In der Basilika Nuestra Señora del Pino wird die Figur der „Virgen del Pino“ (Jungfrau der Pinie) aufbewahrt, die Schutzpatronin von Gran Canaria ist. Die Legende besagt, dass sie 1481 in einer Pinie erschienen ist, was Teror zu einem der wichtigsten Wallfahrtsorte der Kanaren macht. Die Basilika selbst ist eine prachtvolle Mischung aus neoklassizistischen und barocken Elementen.
Besonders lebhaft wird es in Teror am Sonntag, wenn der berühmte Wochenmarkt stattfindet. Dann füllen sich die Straßen rund um die Basilika mit Ständen, die alles von lokalen Spezialitäten wie der würzigen Chorizo de Teror bis hin zu Kunsthandwerk anbieten. Die Atmosphäre ist dann einfach wunderbar. Die Altstadt von Teror ist ein Ort, der seinen Charme und seine Seele bewahrt hat und einen wunderbaren Kontrast zu den archäologischen Stätten wie dem Cenobio de Valerón oder den Zeugnissen in Gáldar bildet.
Malerische Küstenorte und versteckte Buchten
Puerto de Mogán : das kleine Venedig des Südens
Wenn Sie nach dem perfekten Postkartenmotiv im Süden suchen, werden Sie in Puerto de Mogán fündig. Dieses charmante Fischerdorf wird oft als „Klein-Venedig“ bezeichnet, und das zu Recht ! Kleine Kanäle, die vom Hafen ins Dorf führen, werden von malerischen Brücken überspannt. Die weiß getünchten Häuser sind mit bunten Fensterrahmen verziert und von üppigen Bougainvilleen überwuchert, die in allen Farben leuchten.
Anders als die großen Touristenhochburgen wie Maspalomas hat sich Puerto de Mogán trotz seiner Beliebtheit einen ruhigen und idyllischen Charakter bewahrt. Die autofreien Gassen laden zum entspannten Schlendern ein. Überall entdecken Sie kleine Boutiquen, Kunstgalerien und gemütliche Restaurants, die fangfrischen Fisch servieren. Der Yachthafen mit seinen Segelbooten und der geschützte, goldene Sandstrand runden das Bild eines perfekten Urlaubsortes ab.
Besonders schön ist der Ort am Freitag, wenn der große Wochenmarkt stattfindet. Dann erstrecken sich die Stände vom alten Dorf bis weit in den Hafen und ziehen Besucher aus der ganzen Insel an. Auch wenn es dann etwas trubeliger ist, lohnt sich ein Besuch. Von Puerto de Mogán aus sind Sie auch schnell im bergigen Hinterland für einen Ausflug nach Fataga oder San Bartolomé. Es ist der perfekte Ort, um Strandurlaub mit authentischem kanarischem Flair zu verbinden, weit weg vom Trubel der Dünen von Maspalomas.
Agaete und die raue Schönheit des Nordens
Der Nordwesten von Gran Canaria zeigt eine ganz andere, wildere Seite der Insel. Hier liegt das strahlend weiße Städtchen Agaete, das sich malerisch an die steilen Hänge des Tamadaba-Massivs schmiegt. Der Ort selbst ist ruhig und beschaulich, doch die wahre Anziehungskraft liegt in seiner Umgebung : der rauen Küste und dem fruchtbaren Tal. Ein Spaziergang durch die engen Gassen lohnt sich, bevor man zum Meer hinabfährt.
Der Hafenort Puerto de las Nieves ist der eigentliche Hotspot. Hier reihen sich exzellente Fischrestaurants aneinander, in denen man bei einem Glas Wein den Blick auf das Meer und die imposante Steilküste genießt. Bis 2005 stand hier der „Dedo de Dios“ (Finger Gottes), eine berühmte Felsnadel, die leider einem Sturm zum Opfer fiel. Die dramatische Küstenlandschaft hat aber nichts von ihrer Faszination verloren. Von hier aus legen auch die Fähren nach Teneriffa ab.
Ein weiteres Highlight ist das Valle de Agaete, ein grünes und fruchtbares Tal, das sich direkt hinter dem Ort erstreckt. Hier wachsen nicht nur Orangen, Mangos und Papayas, sondern auch die einzigen Kaffeeplantagen Europas. Ein Besuch auf einer der Fincas, um den lokalen Kaffee zu probieren, ist ein einzigartiges Erlebnis. Die Landschaft hier, nur eine kurze Fahrt von Orten wie Arucas entfernt, steht im wunderschönen Kontrast zu der kargen Küste und ist nicht so überlaufen wie die berühmten Lorbeerwälder von Moya.
La Garita und das tosende El Bufadero
Suchen Sie nach einem Naturschauspiel, das nicht in jedem Reiseführer steht ? Dann machen Sie einen Abstecher nach La Garita an der Ostküste. Hier, an einer unscheinbaren Felsküste, verbirgt sich El Bufadero, ein beeindruckendes Wasserloch. Bei Flut und entsprechendem Wellengang drückt der Atlantik das Wasser mit gewaltiger Kraft in ein unterirdisches Höhlensystem, bevor es zischend und gischtend wie ein Geysir wieder nach oben schießt.
Das Geräusch ist ohrenbetäubend und die Kraft des Wassers absolut faszinierend. Es ist ein Ort, der die unbändige Energie des Ozeans spürbar macht. Man kann stundenlang das Schauspiel beobachten, wie sich die Kammern füllen und das Wasser explosionsartig entweicht. Achten Sie jedoch unbedingt auf einen sicheren Abstand und respektieren Sie die Absperrungen, denn die Wellen können unberechenbar sein. Es ist definitiv kein Ort zum Baden !
Dieses Naturspektakel ist ein echter Geheimtipp und bietet einen wunderbaren Kontrast zu den ruhigen Gewässern am Playa de las Canteras oder der Idylle in Puerto de Mogán. Es ist ein Ort, der die wilde, ungezähmte Seite Gran Canarias zeigt, ähnlich wie die raue Küste bei Agaete oder im Valle de Agaete. Nehmen Sie sich einen Moment Zeit, um abseits der Touristenströme die beeindruckende Kraft der Natur zu erleben, die man sonst vielleicht nur in Puerto de las Nieves bei Sturm erahnt.
Botanische Highlights und kulinarische Erlebnisse
Jardín Canario : die üppige Flora der Kanaren
Auf Gran Canaria gibt es einen Ort, der die gesamte Pflanzenvielfalt der Kanaren an einem Platz vereint : der Jardín Botánico Viera y Clavijo, besser bekannt als Jardín Canario. Dieser riesige Botanische Garten ist der größte in ganz Spanien und ein wahres Paradies für Naturliebhaber. Auf 27 Hektar können Sie durch verschiedene Zonen spazieren, die die unterschiedlichen Lebensräume der Inselgruppe abbilden.
Besonders beeindruckend ist der Bereich mit den Sukkulenten und Kakteen, der Tausende von Arten aus aller Welt zeigt. Aber auch die Sammlung endemischer Pflanzen ist einzigartig. Sie finden hier Drachenbäume, kanarische Palmen und die seltenen Pflanzen der Lorbeerwälder in einer liebevoll gestalteten Umgebung. Ein Spaziergang durch den Garten, der sich an die Hänge einer Schlucht schmiegt, ist eine wunderbare, erholsame Aktivität. Ich persönlich liebe den Bereich, der die Lorbeerwälder von Moya nachbildet.
Der Eintritt in den Jardín Canario ist kostenlos, was diesen Ort noch sympathischer macht. Planen Sie mindestens ein paar Stunden ein, um die Weitläufigkeit und Schönheit des Gartens wirklich genießen zu können. Er ist eine grüne Oase der Ruhe unweit der Hauptstadt, nicht weit von Orten wie Arucas entfernt, und der perfekte Ort, um mehr über die einzigartige Flora der Kanarischen Inseln zu lernen. Dieser Botanischer Garten ist einfach ein Muss !
Barranco de Guayadeque : Höhlenwohnungen und Kulinarik
Der Barranco de Guayadeque ist eine der spektakulärsten Schluchten der Insel und ein Ort, an dem Natur, Geschichte und Kulinarik auf einzigartige Weise verschmelzen. Diese grüne Schlucht ist gesäumt von Palmen und Mandelbäumen und war schon für die Ureinwohner ein wichtiger Siedlungsort. Noch heute leben einige Menschen hier in modernen Höhlenwohnungen, die in die Felswände gehauen sind.
Das eigentliche Highlight für viele Besucher ist jedoch die einzigartige Gastronomie. Entlang der Straße, die tief in die Schlucht führt, finden Sie mehrere Höhlenrestaurants. Hier sitzen Sie in gemütlichen, in den Fels gehauenen Nischen und genießen traditionelle kanarische Gerichte. Gegrilltes Fleisch, Papas Arrugadas und lokaler Wein schmecken in dieser besonderen Atmosphäre einfach doppelt so gut. Es ist ein Erlebnis, das Sie sich nicht entgehen lassen sollten !
Die Schlucht ist auch ein Paradies für Wanderer. Zahlreiche Wege führen durch die beeindruckende Landschaft, vorbei an historischen Höhlen und mit tollen Ausblicken. Ein Ausflug in den Barranco de Guayadeque ist viel mehr als nur ein Essen. Es ist eine Reise in eine andere Welt, die einen wunderbaren Kontrast zu anderen Orten wie dem lieblichen Fataga oder dem zentralen Bergland um San Bartolomé bildet. Wenn Sie nach dem Besuch im Jardín Canario oder einem anderen Botanischer Garten Appetit bekommen haben, ist dies der perfekte nächste Stopp.
Die Rumfabrik von Arucas und lokale Bauernmärkte
Gran Canaria hat nicht nur eine reiche Natur, sondern auch eine reiche kulinarische Tradition. Eine der bekanntesten Institutionen ist die Rumfabrik von Arehucas in der Stadt Arucas. Seit 1884 wird hier aus lokal angebautem Zuckerrohr der berühmte kanarische Rum destilliert. Eine Führung durch die historische Destillerie ist wie eine Reise in die Vergangenheit.
Während der Tour erfahren Sie alles über den Prozess der Rumherstellung, vom Zuckerrohr bis zur Abfüllung. Der Höhepunkt ist der Besuch des beeindruckenden Fasslagers, in dem Tausende von Eichenfässern lagern. Viele davon sind von berühmten Persönlichkeiten signiert, die die Fabrik besucht haben. Am Ende der Führung wartet natürlich eine Verkostung, bei der Sie die verschiedenen Rumsorten und Liköre probieren können. Es ist eine tolle Möglichkeit, ein authentisches lokales Produkt kennenzulernen.
Um die kulinarische Vielfalt der Insel weiter zu erkunden, empfehle ich Ihnen den Besuch eines lokalen Bauernmarktes. Märkte wie in Teror, San Mateo oder Vega de San Mateo sind der perfekte Ort, um frisches Obst, Gemüse, Käse, Honig und andere lokale Delikatessen direkt vom Erzeuger zu kaufen. Die Atmosphäre ist lebhaft und authentisch. Eine Kombination aus einem Besuch in der Rumfabrik, einem Gang durch den Jardín Canario oder der Entdeckung der wilden Natur im Barranco de Guayadeque und den Lorbeerwälder von Moya sorgt für ein rundum stimmiges kanarisches Erlebnis. So schmeckt Gran Canaria !
Geheimtipps für Abenteurer auf Gran Canaria
Barranco de las Vacas : der versteckte Canyon
Auf der Suche nach einem echten Instagram-Hotspot, der noch nicht völlig überlaufen ist ? Dann habe ich etwas für Sie : den Barranco de las Vacas. Dieser kleine, aber unglaublich fotogene Canyon wird oft als der „Antelope Canyon von Gran Canaria“ bezeichnet. Über Jahrtausende hat Wasser hier die porösen Gesteinsschichten ausgewaschen und eine enge Schlucht mit sanft geschwungenen, bunten Wänden geschaffen.
Der schönste Abschnitt, die „Tobas de Colores“, ist nur etwa 50 Meter lang, aber jeder Meter ist ein Kunstwerk der Natur. Das Licht, das von oben in die enge Schlucht fällt, bringt die ockerfarbenen, rötlichen und weißen Gesteinsschichten zum Leuchten. Es ist ein magischer Ort, der sich perfekt für einzigartige Fotos eignet. Der Zugang ist ein wenig versteckt, was ihn zu einem echten Geheimtipp macht. Sie finden ihn an der Straße GC-550 zwischen Agüimes und Temisas.
Im Gegensatz zu den gewaltigen Dimensionen des Bandama-Krater oder der Aussicht vom Pico de las Nieves ist der Reiz des Barranco de las Vacas seine Intimität und seine filigrane Schönheit. Er bietet ein völlig anderes Naturerlebnis als die weiten Dünen von Maspalomas oder die idyllischen Orte wie Puerto de Mogán. Es ist ein kleines Abenteuer, das Sie mit unvergesslichen Eindrücken belohnt, fernab der großen Touristenpfade, die etwa nach Fataga oder San Bartolomé führen.
Fuente de los Azulejos : das Regenbogengebirge
Auf der spektakulären Küstenstraße GC-200, die sich durch den wilden Westen Gran Canarias schlängelt, wartet ein farbenfrohes Naturwunder auf Sie : die Fuente de los Azulejos. Diese „Kachel-Quellen“ sind Felsformationen, die in den unglaublichsten Farben leuchten. Durch die Oxidation verschiedener Mineralien im Gestein sind über die Zeit Schichten in leuchtendem Blau, Grün, Ocker und Rot entstanden.
Der Anblick erinnert an einen Regenbogen, der auf den Fels gemalt wurde. Direkt an der Straße gibt es einen kleinen Parkplatz mit einem Kiosk, von wo aus man den besten Blick auf das bunte Gestein hat. Es ist der perfekte Stopp für eine kurze Pause während eines Roadtrips durch diese atemberaubende Region. Hier spürt man die geologische Vielfalt der Insel hautnah. Es ist ein Kunstwerk der Natur, das einen wunderbaren Kontrast zur grünen Landschaft im Valle de Agaete bildet.
Diese malerische Formation ist ein weiteres Beispiel dafür, wie vielfältig Gran Canaria ist. Während Orte wie die Cueva Pintada oder die Altstadt von Teror von Menschenhand geschaffene Kulturdenkmäler sind, ist dies ein reines Werk der Natur. Die Fahrt von Agaete in den Süden vorbei an diesem Farbspektakel ist ein Erlebnis für sich und die Ausblicke konkurrieren fast mit jenen vom Pico de las Nieves. Vergessen Sie nicht, auch im Ort Teror nach bunten Kacheln Ausschau zu halten !
Observatorio Astronómico de Temisas
Wussten Sie, dass der Himmel über Gran Canaria zu den klarsten in ganz Europa gehört ? Dank der geringen Lichtverschmutzung in den Bergen ist die Insel ein zertifiziertes „Starlight Destination“. Eine der besten Möglichkeiten, diesen spektakulären Sternenhimmel zu erleben, ist ein Besuch im Observatorio Astronómico de Temisas im Südosten der Insel.
Die Sternwarte bietet regelmäßig öffentliche Beobachtungsabende an, bei denen man durch professionelle Teleskope einen Blick auf den Mond, Planeten und ferne Galaxien werfen kann. Experten erklären den Nachthimmel und nehmen Sie mit auf eine faszinierende Reise durch das Universum. Es ist ein absolut magisches Erlebnis, die Ringe des Saturn oder die Krater auf dem Mond mit eigenen Augen zu sehen.
Ein Abend in der Sternwarte ist die perfekte Alternative zu einem normalen Abendessen und eine wunderbare Ergänzung zu den Tagesausflügen, sei es zum Bandama-Krater oder zur Rumfabrik von Arehucas. Es ist eine Aktivität, die Bildung und Staunen auf einzigartige Weise verbindet und Ihnen eine völlig neue Perspektive auf die Welt ermöglicht. Anders als die historischen Einblicke in der Cueva Pintada oder die Architektur in Teror und seiner Altstadt von Teror, blickt man hier in die unendliche Weite des Alls. Und der Anblick des Sternenhimmels übertrifft vielleicht sogar die Lichter von Puerto de las Nieves bei Nacht. Definitiv ein unvergessliches Erlebnis !
FAQ
Was sollte man unbedingt auf Gran Canaria gesehen haben?
Ein absolutes Muss sind die Dünen von Maspalomas im Süden , die direkt am Atlantik echtes Saharagefühl vermitteln . Wer den Kontrast liebt , sollte zudem den Wolkenfels Roque Nublo erklimmen , um das majestätische Bergpanorama der Inselmitte zu genießen .
Warum gilt Gran Canaria als das Paradies für die LGBTQ+ Community?
Besonders das Yumbo Centrum in Playa del Inglés ist weltweit bekannt für seine tolerante Atmosphäre und die legendären Partys . Meiner Meinung nach macht erst diese gelebte Offenheit und Vielfalt den besonderen Charme der Insel aus , den man so an kaum einem anderen Ort findet .
Welche Schätze lassen sich bei Ausflügen mit dem Auto entdecken?
Wenn Sie sich einen Mietwagen schnappen , sollten Sie unbedingt die kurvenreiche Westküste Richtung Aldea de San Nicolás befahren . Warum nicht mal anhalten und in einem der abgelegenen Bergdörfer einen traditionellen Ziegenkäse probieren , bevor es weiter zum versteckten Wasserfall von Soria geht ?
Wo ist es am schönsten auf Gran Canaria?
Das kommt ganz auf Ihren Geschmack an : Während der Norden mit dem grünen Lorbeerwald von Los Tilos besticht , verzaubert das malerische Venedig des Südens namens Puerto de Mogán durch seine blumengeschmückten Gassen . Für mich ist die Altstadt von Las Palmas , Vegueta , der Treffpunkt schlechthin für Kulturbegeisterte .
Gibt es echte Geheimtipps abseits der Kreuzfahrt-Routen?
Ein echter Insider ist der Besuch der Kaffeeplantagen im Tal von Agaete , wo das schwarze Gold in mildem Klima gedeiht . Falls Sie Ruhe suchen , bietet der Barranco de Guayadeque mit seinen bewohnten Höhlenhäusern einen faszinierenden Einblick in das ursprüngliche Leben der Kanarier .
